Kolloidales Silber
Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte kolloidales Silber eine große medizinische Bedeutung, geriet aber im Laufe der Zeit immer stärker in Vergessenheit.
Dabei ist kolloidales Silber gewissermaßen eine Privatklinik für jedermann, eine "Notfall-Apotheke" fürs Reisegepäck. Es wird auch als „zweites Immunsystem“ und als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet. Die Renaissance für kolloidales Silber hat längst wieder begonnen. Immer mehr Menschen besinnen sich auf diese neben-
wirkungsarme und effektive Methode zur Behandlung von Infektionskrankheiten.
Immerhin wurden die Einsatzmöglichkeiten von kolloidalem Silber inzwischen bei mehrere hundert Krankheitserregern (Bakterien, Viren und Pilze) beschrieben, während ein Antibiotikum oder ein Anti-
mykotikum jeweils nur gegen eine kleine Anzahl verschiedener Keime wirksam ist.
Seit der Entdeckung des Penizillins im Jahre 1928 wurden tausende Antibiotika erforscht: kolloidales Silber geriet nach und nach in Vergessenheit. Erst als man feststellen musste, dass sich in immer stärkerem Masse resistente Bakterien-
stämme entwickelten, denen auch mit modernsten Antibiotika nicht mehr beizukommen ist, besann man sich wieder auf die Vorteile von kolloidalem Silber.
Zur Wundbehandlung wird schon seit 1930 Silberfolie aus dünngewalztem, sterilem Silber verwendet. Dadurch werden übermäßige Flüssigkeitsverluste verhindert und die Gewebeneubildung gefördert. Carl Sigmund Franz Credé (1819-1892) hatte übrigens festgestellt, dass Silbernitrat noch in einer Verdünnung von 1:1000 innerhalb von 5 Minuten Staphylokokken, Streptokokken und Milzbranderreger abtötet.
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