Goethe und Celsus

Alle modernen Farbtheorien basieren auf den Grundsätzen der Farbentheorie von Johann Wolfgang von Goethe. Goethe selbst bezeichnete die Erforschung der Farben als sein Lebenswerk und mass ihr grössere Bedeutung zu als seinen literarischen Werken.
Er stellte fest, dass es drei reine Farben gibt: nämlich Rot, Gelb und Blau, und dass die anderen Farben Mischungen aus diesen drei Grundfarben sind.
Werden nun diese Farben zu gleichen Teilen gemischt, erhält man die Mischfarben erster Ordnung. Rot und Gelb ergeben Orange, Gelb und Blau ergeben Grün, Blau und Rot ergeben Violett. Die sich gegenüber-
stehenden Farben nennt man Komplementärfarben. Grün ist die Komplementärfarbe zu Rot, Gelb die Komplementärfarbe zu Violett, Blau die Komplementär-
farbe zu Orange.
Die Farbtherapie ist sicherlich eine der ältesten Therapieformen auf der Erde.

Jede Farbe wirkt aufgrund ihrer spezifischen Wellenlänge auf die verschiedensten Emotionen und beeinflusst so den gesamten Menschen. Im europäischen Kulturraum z.B. benutzte der römische Arzt und Verfasser von "De Medicina" Aulus Cornelius Celsus im ersten Jahrhundert n.Chr. farbige Haut-
pflaster, um die Heilung jeglicher Gebrechen zu fördern. Auch heutzutage, 2000 Jahre später, sind Farben aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: ob Farben nun für die Gesundheit oder für das Feng Shui eingesetzt werden, ohne sie wäre das Leben auf der Erde ein triste Angelegenheit.

